Formalitäten

Formalitäten

Als erstes sollten Sie Ihren Meldezettel ändern lassen. Bei Adressänderung haben Sie drei Tage Zeit und bei Namenswechsel drei Monate. Meldezettelvordrucke erhalten Sie in einer Trafik oder direkt bei der Behörde. Für eine Änderung benötigen Sie folgende Dokumente: Heiratsurkunde und amtlichen Lichtbildausweis.

Den Staatsbürgerschaftsnachweis müssen Sie nicht unbedingt ändern lassen. Ändern Sie jedoch Reisepass und Personalausweis, brauchen Sie dafür einen auf den Namen lautenden Staatsbürgerschaftsnachweis. Für die Änderung vom Staatsbürgerschaftsnachweis benötigen Sie folgende Dokumente: Geburtsurkunde, aktuellen Meldezettel, Heiratsurkunde und alten Staatsbürgerschaftsnachweis.

Den bestehenden Personalausweis können Sie nicht ändern lassen. Sie müssen einen neuen beantragen. Dafür benötigen Sie folgende Dokumente: den alten Personalausweis, den aktuellen Meldezettel, Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis und ein Passfoto.

Führerschein

Eine Namensänderung im Führerschein können Sie freiwillig durchführen lassen, Sie müssen es aber nicht tun.

Hinweis: Wird die Namensänderung nicht in den Führerschein eingetragen, gilt dieser nicht mehr als amtlicher Lichtbildausweis.

Erforderliche Unterlagen bei freiwilliger Durchführung der Namensänderung im Führerschein:
  • amtlicher Lichtbildausweis
  • alter Führerschein
  • ein Passfoto
  • eventuell Bestätigung der Meldung (erleichtert die Abwicklung bei der Behörde)
  • Heiratsurkunde bzw. amtliche Unterlagen, die die Namensänderung belegen

Namensänderung: Arbeitgeber oder Arbeitgeberin

Die meisten Arbeitsverträge (Dienstverträge) verlangen eine unverzügliche Bekanntgabe der geänderten Personaldaten.

Hinweis: Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin ist verpflichtet, die Änderungen der zuständigen Krankenkasse mitzuteilen.

Als Selbstständiger oder Selbstständige sollten Sie nicht vergessen, Ihre Geschäftspartner und Kunden über Ihre Namensänderung in Kenntnis zu setzen.

Namensänderung: Arbeitsmarktservice

Wenn Sie Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (z.B. Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Altersteilzeitgeld) beziehen, müssen Sie die Namensänderung unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb einer Woche, bei Ihrer Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice (AMS) bekannt geben. Ihr Arbeitsmarktservice gibt die Namensänderung in Folge auch an Ihren Krankenversicherungsträger weiter.

Namensänderung: Geldinstitute

Sie sollten Ihren neuen Namen Banken, Kreditinstituten, Sparkassen und Bausparkassen bekannt geben. Meist genügt ein formloses Schreiben, in manchen Fällen wird die Kopie der Heiratsurkunde verlangt.

Namensänderung: GIS

Wenn Ihre Rundfunkempfangseinrichtungen im Inland bereits gemeldet sind, genügt es, eine Änderungsmeldung bezüglich einer Namensänderung an die GIS zu machen.

Hinweis: Detaillierte Informationen zur An- und Abmeldung bei der GIS sowie zu den Rundfunkgebühren allgemein finden Sie auf unseren Seiten. Dort finden Sie auch die entsprechenden Formulare.

Namensänderung: Grundbuch

Der Eigentümer oder die Eigentümerin einer Liegenschaft wendet sich im Fall einer Namensänderung am besten persönlich an einem Amtstag an das Grundbuchsgericht (Protokollantrag). Hinweis: Die Namensänderung kann auch schriftlich erfolgen, erfordert jedoch einen korrekten Antrag unter Angabe der Liegenschaften, bei denen die Eintragung durchzuführen ist. Sie können bei der Antragstellung die Hilfe eines Notars oder eines Rechtsanwaltes in Anspruch nehmen.

Zuständige Stelle
  • das Bezirksgericht, in dessen Sprengel sich die Liegenschaft befindet
Erforderliche Unterlagen
  • amtlicher Lichtbildausweis
  • Nachweis über die Namensänderung

Namensänderung: Heerespersonalamt

Wenn Sie gerade Ihren Wehrdienst leisten, müssen Sie Ihre Namensänderung unverzüglich bei der jeweiligen Kompanie melden. Die Meldung der Namensänderung kann schriftlich (formloser Brief) oder persönlich durchgeführt werden. Eine Kopie der Heiratsurkunde ist beizulegen oder mitzubringen.

Namensänderung: Kindergarten/Schule/Hort
Bei Kindern im Kindergartenalter oder im schulpflichtigen Alter ist eine Namensänderung der Eltern und gegebenenfalls auch der Kinder formlos der jeweiligen Institution (Kindergarten/Schule/Hort) mitzuteilen.

Namensänderung: Versicherungen

Achten Sie darauf, dass Ihre Daten bei den Versicherungen (z.B. Zusatz-, Lebens-, Haushaltsversicherung) aktuell sind. Meist genügt ein formloses Schreiben mit Angabe Ihres neuen Namens.

Namensänderung: Studienbeihilfenbehörde

Eine Namensänderung ist grundsätzlich bei der Studienbeihilfenbehörde zu melden, damit Bescheide über die weitere Bewilligung der Studienbeihilfe zugestellt werden können. Die Meldung der Namensänderung kann schriftlich (formloser Brief) oder persönlich durchgeführt werden. Eine Kopie der Heiratsurkunde ist beizulegen oder mitzubringen.

Namensänderung: Universität und Fachhochschule

Studierende sind verpflichtet, Ihre Namensänderung der Studien- und Prüfungsabteilung der jeweiligen Universität bzw. Fachhochschule zu melden. Die Meldung kann persönlich (Studierendenausweis mitbringen!), schriftlich, per Fax oder, wenn angeboten, auch online durchgeführt werden. Hinweis: Bei einer schriftlichen Änderungsmeldung ist dem Brief mit der Bitte um Änderung der Zustell- oder Heimatadresse (mit Angabe der Matrikelnummer) eine Kopie der Innenseite des Studierendenausweises beizulegen bzw. mit zu faxen.

Zulassungsbescheinigung – Namens-/Adressänderung

Eine Namens- und/oder Adressänderung muss in die Zulassungsbescheinigung eingetragen werden. Die Zulassungsbescheinigung wird bei der Kfz-Zulassung ausgestellt. Erfolgt durch die Adressänderung der Wechsel zu einer neuen Bezirksverwaltungsbehörde, muss das Kraftfahrzeug abgemeldet und bei der Zulassungsstelle einer Versicherungsgesellschaft, deren Geschäftsstelle ebenfalls im Bezirk des neuen Hauptwohnsitzes gelegen ist, neu angemeldet werden.

Fristen
innerhalb einer Woche nach der Namens- und/oder Adressänderung

Zuständige Stelle
eine Zulassungsstelle|, die für Ihren Wohnbezirk ermächtigt ist

Verfahrensablauf
Wenden Sie sich mit den erforderlichen Unterlagen an eine Zulassungsstelle Ihres Wohnbezirks. Sie können sich auch vertreten lassen. Dazu müssen Sie eine schriftliche Vollmacht ausstellen. Bei Namens- und/oder Adressänderung sind beide Teile der Zulassungsbescheinigung abzuliefern. Es wird von der Zulassungsstelle eine neue Zulassungsbescheinigung ausgestellt. Sie erhalten auch ein sogenanntes "Fahrzeug-Genehmigungsdokument". Dieses besteht aus dem Teil 2 der Zulassungsbescheinigung und dem vorgelegten Genehmigungsnachweis. Beide Dokumente werden von der Zulassungsstelle miteinander verbunden. Bei einer neuerlichen Zulassung des Fahrzeuges ist dann dieses hergestellte Fahrzeug-Genehmigungsdokument vorzulegen. Falls Sie die Zulassungsbescheinigung oder einen Teil davon nicht vorlegen können, müssen Sie bei der Zulassungsstelle eine Erklärung über den Grund dafür abgeben.

Erforderliche Unterlagen
  • amtlicher Lichtbildausweis des Ummeldenden oder der Ummeldenden
  • Zulassungsbescheinigung (beide Teile)
zum Nachweis des Hauptwohnsitzes:
  • Bestätigung der Meldung oder
  • sonstige Bestätigung einer Meldebehörde oder
  • Abfrage beim Zentralen Melderegister durch die Zulassungsstelle (Eine Abfrage ist nicht bei allen Zulassungsstellen möglich – die Kosten können an den Antragsteller oder die Antragstellerin weiterverrechnet werden.)
  • Genehmigungsnachweis oder Genehmigungsdokument:
  • Typenschein oder
  • Einzelgenehmigung oder
  • Nachweis für die Zulassung oder
  • gültige Übereinstimmungsbescheinigung oder
  • Datenauszug aus der Genehmigungsdatenbank
  • bei Fahrzeugen mit EG-Betriebserlaubnis bzw. das bei der letzten Zulassung hergestellte Fahrzeug-Genehmigungsdokument
  • ausländische Staatsangehörige benötigen zusätzlich einen Reisepass
  • bei Namensänderung: zusätzlich Heiratsurkunde
  • bei Firmenwagen: zusätzlich Bestätigung der jeweiligen Kammer bzw.
  • Konzessionsdekret bei freiberuflich Tätigen als Nachweis für den neuen Firmenstandort
  • Firmenbuchauszug oder Gewerbeberechtigung bei juristischen
  • Personen als Nachweis für den neuen Firmensitz
  • inhaltlich aktueller Vereinsregisterauszug oder Abfrage beim Zentralen
  • Vereinsregister bei Vereinen
  • Falls die Adressänderung eine neu zuständige
  • Bezirksverwaltungsbehörde bewirkt, sind jene Unterlagen erforderlich, die für eine Kfz-Zulassung benötigt werden.

Ausstellung einer Heiratsurkunde/internationalen Heiratsurkunde

Die Heiratsurkunde gehört neben der Geburtsurkunde und der Sterbeurkunde zu den drei wesentlichen Personenstandsurkunden.

Die Heiratsurkunde enthält die Familiennamen und die Vornamen der Eheleute, ihre Familiennamen vor der Eheschließung, ihren Wohnort, den Tag, den Ort und die Eintragung ihrer Geburt, die Zugehörigkeit zu einer gesetzlich anerkannten Kirche oder Religionsgesellschaft und den Tag und den Ort der Eheschließung.

Im Vermerk der Heiratsurkunde kann zusätzlich noch Folgendes festgehalten werden: Angaben zur Führung eines Doppelnamens und Bestimmung, welcher Bestandteil gemeinsamer Familienname werden soll, Bestimmung des Familiennamens der aus der Ehe stammenden Kinder, weitere namensrechtliche Vorgänge im Zusammenhang mit der Ehe; Auflösung oder Nichtigerklärung der Ehe. Etwaige akademische Grade und Berufsbezeichnungen bzw. Standesbezeichnungen werden dem Namen beigefügt. Die internationale Heiratsurkunde wird mehrsprachig, in der Regel zehnsprachig, ausgestellt.

Zuständige Stelle
die Personenstandsbehörde, die für den Trauungsort örtlich zuständig ist: das Standesamt oder der Standesamtsverband der Gemeinde, das Standesamt des Magistrats.