Erbrecht

Erbrecht

Durch die Eheschließung sind die Eheleute auch erbrechtlich miteinander verbunden. In Österreich gibt es noch kein Erbrecht zwischen Lebensgefährten, dazu bedarf es einer standesamtlichen Trauung! Der Ehepartner ist jedoch nur „neben" den direkten Blutsverwandten seines Ehegatten erbberechtigt. Sind noch keine leiblichen Nachkommen vorhanden, erbt er neben den Eltern des Verstorbenen 2/3 des Vermögens. Nach der Geburt von Kindern erben diese 2/3 und der Ehepartner 1/3. Eltern haben dann kein Erbrecht mehr.

Auch wenn nicht gerne über das Sterben und Erben nachgedacht wird, ist es doch empfehlenswert, sich die oben kurz dargestellte gesetzliche Erbfolge durch den Kopf gehen zu lassen. Soll etwa ein gemeinsam errichtetes Haus im Fall des Ablebens eines der Eheleute teilweise in das Eigentum der Schwiegereltern übergehen oder auf minderjährige Kinder und somit unter Kontrolle eines Pflegschaftsgerichtes stehen? Ein Testament kann hier einfach Abhilfe schaffen und viele (mögliche) Probleme verhindern. Ändern sich die Verhältnisse (zB., weil Kinder geboren oder volljährig werden), kann selbstverständlich auch das Testament wieder geändert werden.

Empfehlenswert ist es, auch in diesen Angelegenheiten ihren Notar zu Rate zu ziehen, der bei der Testamentserrichtung hilfreich mit seiner Erfahrung zur Seite steht.